Das „Fairness-Kompetenz-Rad“

Was sind die Voraussetzungen, um als Führungskraft fair und erfolgreich zu sein?

Um Fairness fest im Unternehmen und im Führungsalltag zu verankern, müssen Führungskräfte wissen, wie sie führen wollen, und den Mut haben, die Voraussetzungen für Fairness im Unternehmen zu schaffen: dies bedeutet, ein einheitliches Verständnis von Fairness sicherzustellen, Fairness zu fördern, Unfairness zu sanktionieren.

Fair geführte Unternehmen sind langfristig erfolgreicher. Je fairer wir uns verhalten, umso stärker sind die positiven Auswirkungen und umso geringer die Kosten von Unfairness.

Die menschlichen Grundlagen sind da

Die gute Nachricht: Wir Menschen besitzen die (genetischen) Grundlagen für ein faires Miteinander. Auf der Grundlage der heutigen Forschungsergebnisse können wir davon ausgehen, dass wir in der Regel eine grundlegende Veranlagung zur Fairness in uns haben. Die meisten Menschen wollen „von Natur aus“ fair sein und fair behandelt werden.
Diese Fairnessorientierung muss allerdings auch gefördert werden, auf Dauer braucht es eine echte Überzeugung, um sich im stressigen und hartumkämpften Alltag fair zu verhalten.

Fairness braucht Haltung

Bisher lassen sich viele Führungskräfte noch zu sehr von den Werten traditioneller Wirtschaftstheoretiker leiten: Wachstum, Wettbewerb, Gewinnmaximierung. Werte wie Menschlichkeit, Rücksichtnahme oder Respekt rangieren auf den hinteren Plätzen.
Fairnesskompetenz braucht jedoch eine bewusste Grundlage an Werten und Einstellungen sowie ein geklärtes Selbstverständnis zu der Rolle, die wir als Führungskraft einnehmen wollen.

Fairness braucht Herz und Verstand

Folgende Fragen können Führungskräften dabei helfen, ihre Rolle zu definieren: Was will ich erreichen? Wie will ich sein als Mensch und Führungskraft? Welche Werte sind meine eigenen, welche wurden mir auferlegt?
Auch wenn es vielen von uns schwerfällt zu akzeptieren: Wir handeln und entscheiden nicht allein rational – auch nicht im Business. Unsere Werte leiten uns unbewusst oder bewusst in unseren Entscheidungen. Wenn Herz und Verstand im Einklang sind, können wir als Führungskraft fair und erfolgreich sein.

Damit Fairness im Unternehmensalltag gelebt werden kann, gilt es Strukturen und Prozesse in der gesamten Organisation zu schaffen, die faires Verhalten fördern, statt es zu behindern. Die Einschätzung der prozessorientierten Organisationsqualität durch MitarbeiterInnen und Außenwelt hängt entscheidend davon ab, ob Unfairness sanktioniert oder zumindest darauf reagiert wird. Wenn es die gelebten Organisationsprozesse und -regeln zulassen, dass sich unfaires, eigennütziges Verhalten durchsetzt, entsteht eine gewaltige ‚Fairness-Hürde‘; eine wesentliche Bedingung für eine faire Organisation fehlt dann.

In meinem Buch „Fairness als Führungskompetenz“ habe ich entlang des „Fairness-Kompetenz-Rades“ die notwendigen persönlichen und organisatorischen Voraussetzungen für faires Verhalten und faire Strukturen analysiert.
https://www.ulrichwiek.de/buch-fairness-als-fuehrungskompetenz/

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