Führungskräfte: Einfach mal den Druck rausnehmen….

Als Führungskraft immer für alles und jeden verantwortlich zu sein, trotz Terminstress und einem Aufgabenpool, der auch so schon kaum zu bewältigen ist.  Der Kopf ist voll und die Aufmerksamkeit gegenüber anderen nimmt ab. Das hat Konsequenzen!  Wie Führungskräfte ihren Mitarbeiter wieder neu begegnen – ganz einfach!

  1. Einfach mal einfühlsam sein!  Auf der Gefühlsebene wird Unaufmerksamkeit und Desinteresse, wenn auch unbewusst, intensiv wahrgenommen. Daher empfiehlt es sich, den Blickwinkel einmal zu wechseln und sich in die Situation des anderen hinein zu versetzen. Selbst wenn das Gespräch sich nicht so entwickelt, wie es sich der Mitarbeiter erhofft, wird sich dieser doch wertgeschätzt fühlen. Zudem: Ein gelegentlicher Perspektivwechsel erdet und rückt eingefahrene Wahrnehmungen zurecht.
  2. Einfach mal nachfragen! Nur wer zuhört, kann auch sinnvoll nachfragen. Und nachfragen lohnt sich fast immer, denn es signalisiert echtes Interesse sowohl am Thema als auch am Mitarbeiter und das kommt an.
  3.  Einfach mal ausreden lassen! Wer unter Zeitdruck steht, den können lange Erklärungen schon mal nerven. Dann fallen Führungskräfte ihren Mitarbeitern gerne ins Wort. Meist geschieht dies im Affekt, soll abkürzen und direkt zum Ziel führen.  Der Affekt wird hier aber schnell zum Effekt, denn der Mitarbeiter fühlt sich durch das Unterbrechen unfair behandelt, die Kommunikation zwischen Führungskraft und Mitarbeiter kommt zum Erliegen.
  4.  Einfach mal Zeit nehmen!  Im Meeting oder Teamgespräch bei wichtigen Fragestellungen oder Problembesprechungen den „30 Sekunden Timer“ stellen und erst danach Antworten zulassen. Dies führt dazu, dass das Gesagte – ohne den Druck sofort zu antworten – zunächst reflektiert werden kann. Dadurch erhöht sich die Qualität der Antworten.  Die 30 Sekunden-Methode ermöglicht es im Übrigen nicht ganz so (vor-) schnellen Mitarbeitern, Wertvolles beizutragen.
  5. Einfach mal den Mund halten! Wer als Führungskraft im Team oder Mitarbeitergespräch immer sofort eine Antwort parat hat, nimmt sich und den anderen die Möglichkeit kreativ zu werden, neue Lösungen und Sichtweisen zu entwickeln.  Auch wenn die Antwort quasi schon auf der Zunge liegt, ist es oft zielführender, das Gespräch dadurch nicht vorschnell zu beenden, sondern sich auf die Gedankenwelt des Gegenübers einzulassen.
  6. Einfach mal zusammenfassen! Einem erfolgreichen Gespräch folgt die entsprechende Zusammenfassung durch die Führungskraft … oder noch besser: durch den Mitarbeiter. Hierdurch können Missverständnisse unmittelbar am Besprechungsende aufgedeckt und Ziele festgehalten werden.  Durch die Gesprächszusammenfassung wird deutlich, ob das Gespräch konstruktiv und zielführend verlaufen ist und die Gefahr des „sich im Sande verlaufen und nicht verstanden werden“ verringert sich.
  7. Einfach mal was einstecken! Wer austeilt muss auch einstecken können. Auch Führungskräfte verdienen Kritik! Kritik sollte willkommen sein und bietet die Chance zur Veränderung der eigenen Sichtweise. Mehr noch, gelebte Kritikkompetenz ist Führungskompetenz und führt zur Verbesserung der Beziehung zwischen Chef und Mitarbeiter, zu mehr Mitarbeiterzufriedenheit, Fairness und schließlich zum Unternehmenserfolg.
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